Mein Weg mit Gott

Mit Klebeband den Glaubensweg sichtbar gemacht

Kurz vor ihrer Firmung wurde die Kirche für unsere Firmbewerberinnen und Firmbewerber zu einem ganz besonderen Ort: Mit buntem Klebeband gestalteten sie im Rahmen der Firmvorbereitung ihren ganz persönlichen „Weg mit Gott“. Dabei kam die Kunstform Tape Art zum Einsatz. Tape Art ist eine moderne Kunstform, bei der mit farbigem Klebeband Bilder, Symbole und Installationen entstehen. Was sonst häufig im öffentlichen Raum oder in Ausstellungen zu finden ist, wurde an diesem Nachmittag zum kreativen Ausdruck des eigenen Glaubens.

Der Weg begann am Taufbrunnen. Dort erinnerten wir uns daran, dass mit der Taufe der Glaubensweg seinen Anfang nimmt. Gemeinsam sprachen wir darüber, was es bedeutet, ein geliebtes Kind Gottes zu sein, und welche Bedeutung die Taufe heute noch für das eigene Leben hat. Mit Tape gestalteten die Jugendlichen Symbole und Worte rund um den Taufbrunnen – ganz persönliche Antworten auf die Frage: Was bedeutet es mir, getauft zu sein?

Von dort aus entstand eine lange Tape-Linie bis zum Altar – als Zeichen dafür, dass der Glaube ein Weg ist. Gemeinsam überlegten die Jugendlichen, welche Menschen sie auf diesem Weg begleiten und was ihnen Kraft gibt, ihren Glauben zu leben.

Am Altar beschäftigten wir uns mit der Eucharistie. Im gemeinsamen Gespräch wurde deutlich, dass Menschen unterschiedliche Kraftquellen haben. Für Christinnen und Christen ist die Eucharistie eine ganz besondere: Hier schenkt Gott sich selbst und stärkt die Gemeinschaft. 

Anschließend rückte die Firmung in den Mittelpunkt. Sie ist kein Abschluss des Glaubenswegs, sondern ein neuer Aufbruch. Gott traut jedem Menschen etwas zu, schenkt seinen Heiligen Geist und stärkt für den eigenen Lebensweg. Die Jugendlichen hielten deshalb mit Tape fest, wofür sie sich Gottes Kraft wünschen – für Mut, Frieden, Vertrauen, Freundschaft oder die Herausforderungen, die vor ihnen liegen.

Zum Abschluss führte der Weg bis zur Kirchentür. Dort stand das Wort „Sendung“. Denn jeder Gottesdienst endet mit einem Auftrag: gestärkt hinauszugehen und den Glauben im Alltag sichtbar werden zu lassen. Genau das ist auch die Botschaft der Firmung.

Die entstandenen Tape-Art-Werke machten den Kirchenraum zu einem sichtbaren Glaubenszeugnis auch während des Firmgottesdienstes. Sie zeigten eindrucksvoll: Jeder Glaubensweg ist einzigartig – und doch sind wir als Christinnen und Christen miteinander und mit Gott verbunden.

Am Samstag, den 4. Juli wurden die 30 Jugendlichen zusammen mit 2 weiteren Erwachsenen von Pfarrer Franz-Josef Konarkowski in einem feierlichen Gottesdienst gefirmt. 

Firmung lässt sich mit "Stärkung" übersetzen. Im Sakrament der Firmung wird uns der Heilige Geist, also Gottes Kraft und Stärke zugesagt mit folgenden Worten: 

„Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist“.

Dies ist ein anderer Ausdruck für die

Zusage Gottes:

"Du bist wertvoll und wichtig! 

Ich präge Dir etwas von mir ein!“ 

Jede und jeder Jugendliche wurde einzeln mit Chrisam gesalbt, einem Öl-Balsam-Gemisch. Schon die Könige des Alten Testaments wurden so in ihr Amt eingeführt, denn Gott steht hinter den Gesalbten. Auch die Propheten wurden teilweise gesalbt. So ist jede und jeder mit der Firmung König*in und Prophet*in und trägt Verantwortung, durch das eigene Leben Zeugnis für Gott zu geben. 

Wir wünschen allen Gefirmten Gottes Geistkraft und Segen.

Bilder von meinem Weg mit Gott