Friedensgebet 2021

Zusammen mit allen engagierten Menschen auf der Welt wollen wir uns für den Frieden entscheiden - für den Frieden in unseren Herzen, Familien, Gemeinden, in Crailsheim und darüber hinaus.

Matthias Brix (evangelischer Pfarrer i.R.) und Anna Szczepanska (katholische Pastoralreferentin) laden herzlich alle Menschen aller Religionen und Weltanschauungen, die guten Willens sind, ein zum gemeinsamen

Gebet auf dem Crailsheimer Hauptfriedhof (Blaufelder Str. 33, 74564 Crailsheim) am Freitag, den 15. Oktober 2021. Beginn ist um 17.00 Uhr vor der Kapelle.

Das diesjährige Friedensgebet wurde von Frauen aus Nigeria verfasst.

Die Autorinnen: 

Seit 2019 leitet die nigerianische Ordensschwester Veronica Onyeanisi OLA (l.) die interreligiöse Initiative Women’s Interfaith Council (WIC). Zusammen mit der Muslimin Hajiya Amina Kazaure (m.) und der Christin Elizabeth M. Abuk (r.) organisiert sie Foren, in denen sich christliche und muslimische Frauen regelmäßig begegnen und gemeinsame Aktivitäten unternehmen.

Zum WIC: 

Christliche und muslimische Frauen, die nicht länger hinnehmen wollten, dass ihre Kinder und Familienmitglieder in gewaltsamen ethnisch-religiösen Konflikten sterben, gründeten 2010 in Kaduna/Nigeria das Women’s Interfaith Council (WIC). Insgesamt haben sich 11.500 christliche und muslimische Frauen dort zusammengeschlossen. Die Bundesrepublik Nigeria liegt in Westafrika. Mit etwa 215 Mio. Menschen auf 923.768 qm Fläche ist sie das bevölkerungsreichste Land Afrikas. 90 Prozent der Bevölkerung sind zu etwa gleichen Teilen Christ*innen und Muslim*innen. Immer wieder kommt es zu lokalen Konflikten zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, die politische und wirtschaftliche Ursachen haben, für die oft die Religionszugehörigkeit der beteiligten Parteien instrumentalisiert wird. Vor allem der ärmere Norden des Landes leidet unter islamistischem Terror, der rund 2,2 Millionen Menschen (Stand 2019) zu Binnenflüchtlingen gemacht hat. Zugleich herrscht große soziale Ungleichheit und Korruption. Führungspersönlichkeiten und Initiativen aller Religionsgruppen, wie z.B. das Women’s Interfaith Council (WIC) im Bundesstaat Kaduna in der Mitte des Landes, setzen sich für eine friedliche Entwicklung Nigerias ein.

Das Bild zum Gebet:

Abraham und Isaak“: In tiefer Freude umarmen sich Vater und Sohn. Ein steiniger Weg ist überwunden: Der Sohn ist gerettet. Die Hand des Engels, umgeben von der goldenen Farbe Gottes, gibt den entscheidenden Fingerzeig. Sie weist auf den Schafbock, das wahre Opfertier.

Ökumenische Feier zum Reformationstag 2021

Es ist eine der schönsten ökumenischen Traditionen Crailsheims, dass der Reformationstag seit Jahren mit einer gemeinsamen Feierstunde begangen wird. 

Am 31. Oktober 2021, um 18.00 Uhr darf wieder unsere Gemeinde in der St. Bonifatius-Kirche Gastgeber dieses wichtigen Ereignisses sein.

Dazu ist es uns eine große Ehre als Festredner        

S.E. Metropolit Serafim Joanta,

den rumänisch-orthodoxen Erzbischof für Deutschland, Mittel- und Nordeuropa, begrüßen zu dürfen. Er wird uns ein Referat zum Thema „Religion und Toleranz“ schenken und damit sowohl eine hochaktuelle Thematik aufgreifen als auch die Stele des Reformationswegs vor unserer Kirche würdigen.

Der Leiter des Stadtarchivs Folker Förtsch wird unter historischer Perspektive in den Abend einführen, unsere Kirchenmusikerin Jacinta Pereira ist für den musikalischen Rahmen verantwortlich. Es erwartet uns ein sehr interessanter, kulturell hochkarätiger und ökumenisch bunter Abend! – Der Einlass ist frei, eine Spende für ein ökumenisches Projekt in unserer Stadt wird erbeten, sodass alle auf ihre Kosten kommen können!

Pfarrer Franz-Josef Konarkowski

Frauen begehen - einen Abschied

Vor zwei Jahren haben wir mit großer Freude das 30jährige Bestehen unserer Gruppe gefeiert. Doch nach dem Umbau der Paul-Gerhardt-Kirche war es räumlich nicht mehr möglich, unsere Veranstaltungen dort abzuhalten. Leider war es auch schwierig, andere geeignete Räumlichkeiten zu finden. Dadurch war der Aufwand – vor allem für das gemeinsame Frühstück – für unser Team doch oft sehr groß.

Dann kam Corona. Für manche aus dem Leitungsteam war das dann der Auslöser aus ganz unterschiedlichen Gründen aufzuhören. Und die Übriggebliebenen sind ganz einfach zu wenige, um alles was mit einem Meditationsmorgen zusammenhängt, zu stemmen. So haben wir uns bei unserem letzten Treffen nun schweren Herzens dazu entschlossen aufzuhören.

Aber nicht einfach so heimlich, still und leise!

Wenn es die Pandemie zuläßt werden wir noch einen gemeinsamen Vormittag miteinander haben:

Am 7. Dezember zur gewohnten Zeit um 9 Uhr – aber in der Dreifaltigkeitskirche!

Allerdings ohne gemeinsames Frühstück, da die Corona-Regeln da ziemlich einschränkend sind.

Falls wir uns wegen Corona nicht treffen dürfen sollten, gibt es von uns einen Abschiedsbrief, ähnlich den Briefen, die Sie im Advent und jetzt an Ostern erhalten haben.

Genaueres finden Sie dann zeitnah im Hohenloher Tagblatt bzw in den Ankündigungen der jeweiligen Pfarrämter.

Bleiben Sie bis dahin gesund und behütet!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Vorbereitungsteam

Gelebte Ökumene in Crailsheim

Ökumene hat in Crailsheim ein lange Tradition. Dem zu Grunde liegt die Überzeugung, dass die verschiedenen Konfessionen viel mehr eint als trennt. Darum gehen wir in Crailsheim schon seit vielen Jahren diverse Projekte gemeinsam an. Zahlreiche ökumenische Gruppierungen und Veranstaltungen zeugen davon.

Beispiele wie der "Weltgebetstag", die "ökumenischen Erwachsenenbildungsabende" oder der ökumenische "Krankenhausbesuchsdienst" zeigen, dass uns in der Tat mehr verbindet als trennt.

Ein sprechendes Zeichen für die Verbundenheit untereinander ist der gemeinsam gestaltete Reformationsweg der Stadt Crailsheim - 12 Stelen verteilt in der Innenstadt von Crailsheim erzählen die Geschichte der Reformation in der Region.

Eine besondere Bedeutung haben auch die ökumenischen Gottesdienste. Das geht vom Stadtfeiertag bis zum Volksfest. Im Sommer findet fast jeden Sonntag irgendwo in einem Festzelt bei einem Stadtteilfest ein ökumenischer Gottesdienst statt. Zweifellos ein Höhepunkt ist dabei auch der ökumenische Pfingstgottesdienst auf dem Burgberg. Am Fest des Heiligen Geistes, das gerne auch als Geburtstag der Kirche gilt, feiern wir gemeinsam unseren Glauben!

Zu nennen sind auch die ökumenisch gestalteten Trauungen - eine gute Antwort auf die konfessionsverschiedene Liebe.

Und dann ist da natürlich auch das ökumenisch genutzte Gemeindehaus auf dem Kreuzberg, das als Bauwerk sichtbar macht, dass wir in Crailsheim den Willen haben, miteinander den Glauben an Jesus Christus in dieser Welt zu leben.

Das ist auch in der Asylarbeit zu spüren. Wir haben in Crailsheim z.Zt. rund 300 Flüchtlinge. Es ist immer wieder beeindruckend, wie Crailsheimer Bürgerinnen und Bürger sich im Freundeskreis Asyl für diese Menschen engagieren. Ein Beispiel sind die Mittwoche, wenn die einzelnen Konfessionen ihre Kaffee- und Begegnungsnachmittage anbieten. Aber auch bei Sprachkursen, bei sportlichen Angeboten, bei der Bereitstellung von Fahrrädern ... Und wie man sich um jeden Einzelnen kümmert. Unser Glaube fordert uns dazu auf, diese Welt im christlichen Sinn mitzugestalten - unabhängig von konfessionellen Verschiedenheite

Papst Franziskus hat in einem Interview gesagt, dass die Christen der verschiedenen Konfessionen nicht abwarten sollen, bis Theologen irgendeine Einigung erreichen, sondern bereits jetzt gemeinsam vorangehen, beten und an der Gestaltung der Welt mitarbeiten sollen. In diesem Sinne freuen wir uns als katholische Kirche in Crailsheim auf die weitere ökumenische Zusammenarbeit.